Zum Inhalt springen

Das Land NÖ treibt die Inklusion weiter voran

Förderung für den Gehörlosenverband und Musikschulen NÖ

Inklusion zielt darauf ab, dass alle Menschen in einer Gesellschaft gleichberechtigt nebeneinander leben. Menschen mit Behinderungen sollen dazugehören, teilhaben und selbst bestimmen können – von Geburt an und in allen Lebensbereichen wie Bildung und Freizeit. Das Land Niederösterreich unterstützt daher gleich zwei Förderprojekte.

Musikschulenförderung für Menschen mit Behinderung wird erhöht
Seit Jahren fördert NÖ finanziell den Musikunterricht von Jugendlichen und Erwachsenen mit besonderen Bedürfnissen. Nun wird jungen Erwachsenen der Zugang zu einer musikalischen Ausbildung an den Musikschulen nochmals erleichtert. Aufgrund der steigenden Förderungsanträge für den Musikunterricht von jungen Erwachsenen mit Behinderung, hat das Land Niederösterreich sich zur Erhöhung der Fördermittel bereit erklärt. „Die hervorragend ausgebildeten Instrumentalpädagoginnen und -pädagogen an den Musikschulen Niederösterreichs leisten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Inklusion von jungen Musikerinnen und Musikern mit besonderen Bedürfnissen. Deshalb freue ich mich, dass wir ab dem kommenden Schuljahr 2021/22 den betroffenen Familien finanziell noch mehr unter die Arme greifen können“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Gehörlosenverband NÖ mit bis zu 215.000 Euro unterstützt
Die niederösterreichische Landesregierung hat eine Fördersumme von bis zu 215.000 Euro für den Gehörlosenverband Niederösterreich für das Jahr 2021 beschlossen. „Der Verband unterstützt Betroffene mit diversen Angeboten – darunter Assistenz- und Beratungs- sowie Dolmetsch-Leistungen. Seit 1958 unterstützt der Landesverband NÖ der Gehörlosenvereine gehörlose Menschen in ihrem Alltag und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu deren Integration in die Gesellschaft“, erklärt dazu Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Der Verband beschäftigt aktuell drei Dolmetscherinnen der Gebärdensprache sowie zwei Sozialberaterinnen, welche ebenfalls die Gebärdensprache beherrschen. So begleiten die Dolmetscherinnen und Dolmetscher des Verbandes gehörlose Menschen etwa bei Behördenwegen oder bei Arztbesuchen und helfen bei alltäglichen Herausforderungen wie der Wohnungssuche oder bei Problemen am Arbeitsplatz. „Für die Integration von gehörlosen Menschen hat die Tätigkeit des Verbandes einen unschätzbaren Wert“, so Teschl-Hofmeister abschließend.