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Landesgesundheitsagentur: Gesundheit und Pflege unter einem Dach

Richtige, parteiübergreifende Entscheidung im Sinne der Landsleute

„Ein gemeinsames Dach, um Gesundheit und Pflege aus einer Hand zu denken, zu planen und zu steuern“ – so lautete der Anspruch, mit dem Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im November des Vorjahres den Startschuss zur Neuorganisation des Gesundheits- und Pflegewesens in Niederösterreich gegeben hatte. In Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten wurden in den Monaten darauf die Rahmenbedingungen definiert. Nach der gesetzlichen Begutachtungsphase im Sommer konnte die Gesetzesvorlage durch die Landesregierung im Oktober einstimmig beschlossen werden. Gestern, Donnerstag, wurde das „Gesundheitsreformgesetz 2020“ im Landtag beschlossen. Die Umsetzung startet mit 1. Jänner 2020, mit 1. Juli 2020 wird die Organisation die gesamte Betriebsführerschaft über die 27 Landes- und Universitätskliniken sowie die fünf Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren aufnehmen.

Großartiges und zukunftsweisendes Projekt

„Pflege und Gesundheit sind Themen, die die Menschen bewegen“, hielt LH-Stellvertreter Pernkopf eingangs fest. Er bedankte sich für die „richtige, parteiübergreifende Entscheidung“ und auch bei allen Anwesenden dafür, „dass Sie dieses Projekt mittragen“: „Danke, dass Sie und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so perfekte Arbeit leisten.“ Gesundheit und Pflege unter einem Dach zu denken und zu steuern sei „ein großartiges und zukunftsweisendes Projekt“, zeigte sich der LH-Stellvertreter überzeugt. Die Landesgesundheitsagentur verbinde 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 77 Standorten: „Die menschliche Begegnung wird gerade im Gesundheits- und Pflegebereich immer an erster Stelle stehen.“

Der Mensch im Mittelpunkt

„Viele Chancen“ sieht auch Landesrätin Teschl-Hofmeister in der neuen Landesgesundheitsagentur. Sie sprach in diesem Zusammenhang den Altersalmanach an, der etwa eine Verdoppelung der Über-80-Jährigen in Niederösterreich bis 2050 zeigt: „Die damit verbundenen Herausforderungen können wir gemeinsam leichter bewältigen.“ „Der Mensch im Mittelpunkt“ sei nach wie vor der wichtigste Grundsatz, betonte Teschl-Hofmeister weiters: „Es geht bei allem was wir tun darum, dass es den Menschen hilft. Es geht darum, dass die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher wissen, dass sie bei uns gut aufgehoben sind.“

Alle Bereiche des niederösterreichischen Gesundheitssystems noch besser vernetzen

Sowohl die Kliniken als auch die Pflege seien „Vorzeige-Bereiche“, betonte Landesrat Eichtinger: „Gemeinsam können wir unter einem einheitlichen Dach noch besser werden.“ In die Entwicklung der Landesgesundheitsagentur seien viele Experten eingebunden gewesen, so Eichtinger. In Zukunft wolle man es schaffen, „alle Bereiche des niederösterreichischen Gesundheitssystems noch besser zu vernetzen“.  Weiters hob der Landesrat hervor, dass mit der Landesgesundheitsagentur „eine sehr klare Entscheidungsstruktur“ verbunden sei. Man habe damit ein „blau-gelbes Gesundheitsnetzwerk“ geschaffen, „mit einer umfassenden Betreuung von der Geburt bis ins hohe Alter unter einem Dach.“