Zum Inhalt springen

LR Martin Eichtinger: Leicht positive Signale am Arbeitsmarkt

Mehr freie Stellen, Kurzarbeitsgelder fließen, aber nach wie vor keine Entspannung

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich setzt sich weiter fort. Per 8. Juni waren in Niederösterreich 67.281 Personen arbeitslos vorgemerkt. „Gegenüber der Vorwoche ist die Arbeitslosigkeit somit um 2,6 Prozent oder 1.777 Jobsuchende gesunken“, so der für den Arbeitsmarkt zuständige Landesrat Martin Eichtinger und weiter: „Jeder Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist ein Plus für die Menschen.“

11.274 Jobsuchende haben ihre Arbeitslosigkeit im Mai mit einer Arbeitsaufnahme beendet, das sind um 3.000 oder 36,3 Prozent mehr als im April. „Der saisonale Effekt begünstigt unsere Vermittlungsaktivitäten. Auch der Stellenmarkt kommt wieder in Bewegung: Die niederösterreichischen Betriebe haben dem AMS im Mai knapp 5.000 freie Stellen zur Besetzung gemeldet, um 56 Prozent mehr als noch im Vormonat April,“ zeigt sich AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich erfreut.

Am größten ist die Entlastung der Arbeitslosigkeit im Wochenvergleich durch die Öffnung der Beherbergungsbetriebe vor allem im Tourismus/Hotellerie (-480 oder minus 5,3 Prozent), gefolgt von den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, also der Arbeitskräfteüberlassung (-300 oder minus 2,7 Prozent), im Bau (-209 oder minus 4,4 Prozent) sowie im Handel (-182 oder minus 1,5 Prozent).

Mit dem Hochfahren der Wirtschaft nehmen auch die Vermittlungs- und Schulungsaktivitäten des AMS wieder Fahrt auf, Kurse werden nun sowohl im Präsenzbetrieb als auch als Distance Learning umgesetzt. „Die notgedrungene Digitalisierungswelle hat dazu geführt, dass viele Kundinnen und Kunden jetzt online Kursinhalte lernen. Weil solche Kompetenzen am Arbeitsmarkt sehr gefragt sind, werden auch künftig viele unserer Kurse in Mischformen von Präsenz- und Distanzlernen stattfinden“, so AMS-Chef Hergovich.

Über 18.500 Anträge auf Covid-19-Kurzarbeitsbeihilfe hat das AMS NÖ bisher bewilligt. Aktuell befinden sich in Niederösterreich mehr als 200.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Mehr als 20.000 Abrechnungen wurden bis dato positiv geprüft und 190 Millionen Euro an die Unternehmen ausgezahlt, das sind 80 Millionen Euro mehr als noch vor einer Woche.

Landesrat Martin Eichtinger hält fest: „Wir sehen leicht positive Signale am Arbeitsmarkt und auch, dass die Kurzarbeitsbeihilfe bei den Betrieben in Niederösterreich viele Arbeitsplätze sichert. Von einer Entspannung der Situation sind wird jedoch noch weit entfernt. Es gilt nach wie vor sehr genau zu beobachten und den Arbeitsmarkt mit zielgerichteten Maßnahmen wieder aufzurichten.“

Insbesondere junge Menschen sind von den Auswirkungen der Covid-Maßnahmen betroffen. „Gerade hier müssen wir gezielt darauf hinwirken, dass die Betroffenen unterstützt werden. Denn gerade in diesem Alter ist eine gute Ausbildung wichtig für die gesamte weitere berufliche Zukunft. Die Lehrlingsoffensive ist dabei ein zentrales Instrument“, sind sich Eichtinger und Hergovich einig.