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| Niederösterreich-Themen 

Neuer Meilenstein im Pflegebereich: Erstmals Pflegeausbildung mit Matura

Erstmals in Österreich 5-jährige Pflegeausbildung mit Matura

Im kommenden Schuljahr 2020/21 plant das Caritas Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe Gaming (BIGS Gaming) am bisherigen Standort der Landwirtschaftlichen Fachschule seinen Betrieb aufzunehmen. Gemeinsam mit dem neuen Caritas-Schulstandort wurde im Rahmen der heutigen Pressekonferenz in Gaming auch ein neuer Schultyp präsentiert: Mit der Höheren Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege soll in Österreich erstmals eine 5-jährige Pflegeausbildung mit Matura angeboten werden. Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister ist überzeugt: „Wir schaffen hier gemeinsam ein absolut notwendiges Vorreiterprojekt für ganz Österreich, das durch gut ausgebildete Fachkräfte zum weiteren Gelingen flächendeckender und qualitativ hochwertiger Pflege und Betreuung maßgeblich beitragen wird.“

Standortgarantie für Gaming wurde eingehalten

Das Land Niederösterreich habe sich nach der Verlegung der LFS Gaming nach Gießhübl, immer für eine Standortgarantie des Schulstandortes Gaming eingesetzt und dieses Versprechen auch gehalten. „Danke für das große Engagement vieler Menschen in der Region und der handelnden Organisationen und Behörden. Die aktuellen Veränderungen im Gesundheitssystem, mit einer Verschiebung auf eine akademische Ausbildung an den Fachhochschulen, machen eine Veränderung des Bildungsangebotes notwendig. Mit den drei verschiedenen Schultypen hier am neuen Standort decken wir ein breites Ausbildungsspektrum in diesem Bereich ab“, erklärt die Landesrätin weiter. Und: „Aktuell laufen bereits Gespräche, um künftigen Absolventinnen und Absolventen der Höheren Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege in einschlägigen FH-Studienangeboten eine verkürzte Studiendauer ermöglichen zu können“, so Teschl-Hofmeister.

Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen hat höchste Priorität

„Die Sicherstellung einer menschenwürdigen und hochwertigen Pflege nach dem Stand der Pflegewissenschaft und Medizin sowie die Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen müssen in Österreich höchste Priorität haben. Die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen wird zunehmen. Dadurch steigt auch der Bedarf an Pflege- und Gesundheitsfachkräften. Insofern gilt es, dahingehende Ausbildungsmöglichkeiten – vor allem im schulischen Bereich – proaktiv zu konzipieren und möglichst schnell in die Wege zu leiten“, so Bildungsministerin Iris Rauskala.