VPNÖ-Zauner: „Runter mit den roten Scheuklappen, Herr Landesrat“

Kontrolle nur bei anderen – nicht bei den eigenen Hergovich-Genossen

Nach Bekanntwerden der Veruntreuungs-Affäre rund um den Ybbser Vizebürgermeister Dominic Schlatter wird vor allem eines deutlich sichtbar: Die fehlende Kontrolle des für die SPÖ-Gemeinden zuständigen Landesrat Sven Hergovich.

„Bei den veruntreuten Geldern hat es sich um Mittel für leukämiekranke Kinder gehandelt, die durch den schwerwiegendsten atomaren Unfall auf europäischem Boden mit den entsetzlichen Folgen zu kämpfen haben. Eine derartige kriminelle Energie, die auf dem Rücken von Kindern in Not verübt wird, bedarf voller politischer und rechtlicher Aufarbeitung. Dass es hier zu keiner Anzeige kommt, ist eine Verhöhnung der betroffenen Kinder und ein Schlag ins Gesicht für alle ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger“, so VPNÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner.

„Ein SPÖ-Vizebürgermeister gesteht, Spendengelder zweckentfremdet zu haben – und der zuständige Landesrat – der sich selbst so gern als Kontroll-Landesrat bezeichnet – Sven Hergovich schweigt. Kontrolle? Nur, wenn es politisch passt und nicht in den Reihen der eigenen Genossen“, kritisiert Zauner.

„Wer sich als oberster Kontrolleur inszeniert, aber wegsieht wenn es um Parteifreunde geht, sollte schleunigst die roten Scheuklappen ablegen. Kann Hergovich ausschließen, dass sich Herr Schlatter nicht auch an der Gemeindekassa vergriffen hat?“, fragt Zauner abschließend.